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Zöllner

Detlef Zöllner (57),

ist seit Juni 2008 Berater für Hartz IV - Angelegenheiten im Kultur-und Nachbarschaftszentrums RuDi.

Gute Kontakte zu kommunalen Behörden, darunter die Berliner JobCenter ermöglichen schnelle Hilfe und durch stets aktuelle Publikationen und Informationen unterstützt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Beratungsstelle im Interesse der Hilfesuchenden.

Für Spezialprobleme wie Stromabschaltung, Obdachlosigkeit oder Asylprobleme gibt es Kooperationspartner der Beratungsstelle, die weiter helfen. Oft muss sofort ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden und auch hier gibt es stabile Arbeitsbeziehungen zu spezialisierte Rechtsanwaltskanzleien. Durch die renommierte Berliner Rechtsanwaltskanzlei Tobias Blume werden 14-tägig Rechtsberatungen im RuDi-Nachbarschaftszentrum durchgeführt, die von der Hartz IV-Beratungsstelle für den Bürger kostenlos organisiert werden.

Am 08. Februar 2010 wurde die erfolgreiche Beratungspraxis ausgezeichnet, der Berater wurde im Rahmen der gleichnamigen Kampagne von der BZ als ein Berliner Held veröffentlicht.

Hartz IV-Beratungstätigkeit

  1. Zuhören und das Anliegen erfassen,
  2. Möglichkeiten der Hilfe aufzuzeigen,
  3. Konsultation der betreffenden Behörde
  4. Rat holen bei Institutionen des Landes/Bundes
  5. erforderliche Behördenschreiben sofort oder
  6. Konsultation eines Rechtsanwaltes

Nutzung

Das Beratungsangebot im RuDi-Nachbarschaftszentrum nutzten in der Zeit von Juni 2008 bis Dezember 2011 insgesamt 3.953 Bürger aus dem gesamten Stadtgebiet von Berlin und auch aus angrenzenden Brandenburger Landkreisen. Das Einzugsgebiet der Beratungsstelle erstreckte sich auf alle 12 Berliner Jobcenter. Allein im Stadtbezirk Berlin Friedrichshain-Kreuzberg fanden im Jahr 2011 1.000 Bürger den Weg in die Sozialberatung. Schwerpunkte in der Beratungstätigkeit bildeten hierbei die Angemessenheit des Wohnraumes, der Umgang mit der Betriebskostenabrechnung und die Modalitäten des Umzuges. In den letzten Monaten kristallisierten sich mit dem Widerspruchsbegehren der Bürger gegen Aufhebungs- und Erstattungsbescheide und Bewilligungsbescheide der Jobcenter sowie der Suche nach einem Ausweg aus der Schuldenfalle weitere Schwerpunkte heraus. Erstmals wurde auch zunehmend Rat und Hilfe von Geringverdienern, freischaffenden Künstlern und Selbständigen in der Antragstellung zum Arbeitslosengeld II eingefordert. Das erfordert eine ständige Recherche und Qualifizierung der Beratungstätigkeit, insbesondere auch eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit anderen behördlichen Institutionen und sozialen Organisationen.

Telefonische, Schriftliche Anfragen

Erwähnenswert ist auch, dass die Hartz IV-Beratungsstelle zunehmend bundesweite Anfragen zur Sozialproblematik erreichten. Diese wurden hier telefonisch oder per Email angetragen und genauso konkret beantwortet wie in der Sozialberatung vor Ort. Das ist möglich, nachdem der Verein Tacheles e. V., der bundesweit für die Rechte der Erwerbslosen eintritt, die Hartz IV-Beratungsstelle in seine Internet-Datenbank aufgenommen hatte.

Publikationen

Durch eigene Publikationen der Beratungsstelle wie z. B. der "Hartz IV-Kurier" oder der "Kleine Behördenratgeber für Hartz IV-Empfänger", der im Monat Dezember 2011 bereits in seiner 45. Auflage erschienen war, wurden die erwerbslos Hilfebedürftigen in die Lage versetzt, fernab von jedem Behördendeutsch ihre Rechte und Pflichten selbst nachzulesen oder sich darüber aktuell zu informieren. Seit Januar 2011 bietet das RuDi-Nachbarschaftszentrum auf seiner Webseite eine Information der Hartz IV-Beratungsstelle in Form des Beraterportals "Der Hartz IV-Kurier" an. Das war möglich geworden, nachdem sich der Berater, Herr Zöllner im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme der Berlin-Brandenburger Fortbildungsakademie für deren selbständige Pflege qualifiziert hatte.

Rechtsberatung

Seit April 2011 arbeitete Herr Zöllner mit verschiedenen Rechtsanwälten, vor allem der Kanzlei Tobias Blume zusammen. Die Kollegen der Kanzlei Blume führen darüber hinaus für die Bürger regelmäßig alle 14 Tage Rechtsberatung im RuDi-Nachbarschaftszentrum durch. Durch die fachspezifische Zusammenarbeit mit den Hartz IV-Anwälten wurden über 300 beabsichtigte Klagen der Bürger vor einer Klageeinreichung beim Berliner Sozialgericht abgewendet und die Probleme mit den lokalen Jobcentern und Behörden vor Ort geklärt. Dadurch konnte das Berliner Sozialgericht entlastet werden. Zudem konnten über 800 Widersprüche der Bürger vor ihrer Registrierung durch die Widerspruchsstellen der Jobcenter in enger Zusammenarbeit mit dem Servicecenter der Jobcenter in Berlin Lichtenberg abgewendet und behördlich entschieden werden. Durch eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Petitionsausschüssen des Deutschen Bundestages und des Berliner Abgeordnetenhauses, hier wurden im Zeitraum von Juni 2008 bis Dezember 2011 durch Herrn Zöllner allein 67 öffentliche Petitionen eingebracht, konnten viele Problemschwerpunkte in die Parlamente eingebracht und von den Abgeordneten beraten werden. Abschließend ist festzustellen, dass die bisherige Arbeit der Hartz IV-Beratungsstelle als ein voller Erfolg zu werten ist, zumal sie durch den Berliner Bürger von Jahr zu Jahr mehr genutzt wurde. (vgl. Statistik)

Statistischer Vergleich der Beratungszahlen 2008 bis 2011
Beratungsübersicht von Januar bis Dezember 2011
 

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